Wer die Raumakustik verbessern möchte, sucht meist nach einer Lösung, die schnell spürbar wirkt und optisch zum Raum passt. Genau dafür gibt es zwei besonders bewährte Wege: Akustikbilder für die Wand und Absorberplatten für die Decke. Beide Varianten helfen dabei, störenden Hall zu reduzieren, Gespräche verständlicher zu machen und die Geräuschbelastung im Alltag zu senken.
Welche Lösung besser passt oder ob die Kombination beider Akustikelemente sinnvoll ist, hängt vor allem von der Raumnutzung, der Größe und den freien Flächen ab. In Wohnräumen, Büros, Praxen oder Besprechungsräumen können gezielt platzierte Schallabsorber einen deutlichen Unterschied machen.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen kompakten Überblick über beide Möglichkeiten, ihre typischen Einsatzbereiche und die Frage, wann Wandlösungen, Deckenlösungen oder eine Kombination aus beiden besonders sinnvoll sind.
Für Räume > 30 qm gilt: Die beste Raumakustik entsteht durch die Kombination aus Wand- und Deckenlösungen.
Wir fokussieren uns auf diese zwei Best-Practice-Produkte zur Verbesserung der Raumakustik:
- Akustikbilder für die Wand
- Absorberplatten für die Decke
Wofür brauche ich Akustikbilder?
Mit Akustikbildern verwirklichen Sie einen besonderen Anspruch an das Design Ihres Raumes kombiniert mit dem Bedarf , die Raumakustik zu verbessern. Denn Akustikbilder wirken wie Absorberplatten, sehen dabei aber aus wie Einrichtungsgegenstände – nicht wie eine technische Maßnahme, um die Raumakustik zu verbessern. Sie werden aufwändig gefertigt und sind in vielen Varianten erhältlich. Als Käufer bestimmen Sie die Größe, Farbe, das Motiv oder wählen sogar ihr individuelles Motiv. Akustikbilder kommen vorzugsweise an die Wand, können aber auch als sehr schöne Deckensegel von der Decke abgehängt werden.
Wann sind Deckenabsorber sinnvoller als Akustikbilder?
Schallabsorber an der Decke sind wichtig in Räumen ab 25 qm. In Räumen mit mehr als 50 qm sind sie essentiell.
Sie können sich das so vorstellen: Wenn der Schall früher an der Decke ankommt als an der nächsten Wand ist, müssen Absorber an die Decke.
Außerdem empfehlen wir Ihnen Deckensegel, die abgehängt werden oder Akustikelemente, die flach montiert werden immer dann, wenn Sie Ihre Wände anders nutzen oder einfach viele Glasflächen haben.
Was ist die Funktion von Akustikbildern?
Technisch betrachtet ist die Funktion von Akustikbildern die Aufnahme (Absorption) von Schallwellen in einem Raum. Daher gehören sie in die Gruppe der Schallabsorber. Die Besonderheit von Akustikbildern liegt darin, dass sie außerdem dekorativ sind. Sie haben also auch eine gestaltende Design-Funktion.
Wo hänge ich das Akustikbild richtig auf?
Bei einem Querformat-Akustikbild sollte sich die Unterkante des Akustikbildes in etwa auf Schulterblatt einer sitzenden Person befinden.
Bei einem Hochformat-Akustikbild kann das Bild etwas tiefer gehängt werden.
Die Oberkante des Akustikbildes sollte mindestens 30 cm oberhalb des Kopfes einer sitzenden Person sein.
Je weiter das Bild von der hörenden Person entfernt ist, desto größer sollte die Fläche werden, damit genug Absorber auf Kopfhöhe und oberhalb des Kopfes vorhanden ist.
Die richtige Platzierung des Akustikbildes oder der Akustikbilder ist für die gewünschte Wirkung wichtig. Ideal ist das Bild platziert, wenn es den Erstschall (direkten Schall) aufnehmen kann, zum Beispiel gegenüber Ihres Schreibtisches oder Esstisches. Aber auch die Platzierung hinter Ihnen wirkungsvoll, da in dem Fall die Reflexion des Schalls, die durch die gegenüberliegende Wand entsteht, aufgenommen werden kann. Sind Sie z.B. in einem Büro mit einer anderen Person, ist die ideale Kombination, dass sowohl Sie als auch Ihr gegenüber jeweils hinter sich ein Akustikbild haben.
In welchen Situationen ist der Einsatz von Akustikbildern oder von Absorberplatten sinnvoll?
Akustikbilder sind ideal für kleinere Räume und gezielte Wandflächen, während Deckenabsorber bei größeren Räumen oder stärkerem Hall die bessere Wirkung erzielen.
| Situation | Lösung |
| Kleiner Raum < 15 qm | Akustikbild |
| Großer Raum > 30 qm | Kombination Akustikbilder an der Wand + Absorberplatten an der Decke |
| Mehr als 3 Personen | Kombination Akustikbilder an der Wand + Absorberplatten an der Decke |
| 1-2 Personen | Akustikbilder |
| Design ist wichtig | Akustikbilder |
| Geringe Kosten sind wichtig | Absorberplatten (funktionieren auch an der Wand) |
| Maximale Wirkung | Kombination Akustikbilder an der Wand + Absorberplatten an der Decke |
| Leichte bis gute Wirkung | Punktuell gesetztes Akustikbild nahe Person |
1. Ästhetische Akustikbilder für die Wand
Ideal für eine gezielte Verbesserung der Akustik im unmittelbaren Hörumfeld – etwa im Gesprächsbereich, am Arbeitsplatz oder im Wartezimmer. Gleichzeitig wirken sie als dekorative Lösung und lassen sich in großen Räumen sinnvoll mit Deckenelementen kombinieren, etwa als Serie oder im XXL-Format entlang von Wänden oder Fluren.
Akustikbilder sind Design-Objekte für Ihre Inneneinrichtung.
Sie bieten die größte Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten.
Sie fallen nicht als akustische Maßnahme auf.
Sie können zu Reihen oder Ensembles kombiniert werden.
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2. Wirkungsvolle Absorber für die Decke
Besonders sinnvoll in Räumen mit wenig verfügbarer Wandfläche oder bei stärkerem, flächigem Hall – etwa in größeren Büros oder offenen Bereichen. In Kombination mit strategisch platzierten Akustikbildern an Stirn- oder Seitenwänden entsteht eine ausgewogene, deutlich spürbare Verbesserung der Raumakustik.
Sie sind extrem effizient in Büros ab 30 qm
Sie sind eine wichtige Alternative, damit Sie Ihre Akustik-Ziele erreichen
Sie lassen Platz an Ihren Wänden, da sie an der Decke montiert werden.
Sie sind als Kreise, Rechtecke oder Quadrate erhältlich.
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Für ein tieferes Verständnis – Ein kurzer Exkurs in die Physik zur Raumakustik
Schall breitet sich im Raum aus und wird an Wänden, Decken, Boden, Fenstern und Möbeln reflektiert. Überlagern sich diese Reflexionen ungedämpft, entsteht hörbarer Hall. Schallabsorbierende Elemente – an der Wand oder an der Decke – reduzieren diese Reflexionen und verbessern so die Verständlichkeit und das Klangempfinden im Raum.
Die nebenstehenden Grafiken zeigen den Schallverlauf in einer Gesprächssituation. Entscheidend ist, frühe Reflexionen gezielt zu reduzieren und gleichzeitig die Nachhallzeit im Raum zu verkürzen. Je nach Raumsituation entstehen diese Reflexionen eher an der Wand oder an der Decke.
Für eine Verbesserung der Akustik im gesamten Raum ist daher häufig eine Kombination von Wand und Decke sinnvoll. Bei kleineren Budgets kann eine Insellösung “Ich höre nur hier und nicht da drüben” realisert werden.
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